nachgetragenes. zu dancing spoken words. eine kurzrezension.

künstlerisches puppenkopfobjekt

künstlerisches puppenkopfobjekt oder das ist nicht dr. piontek

nachtragendes zur selber kunstnacht 2014.
zu „dancing spoken words“.
einer,
nein,
d e r ,
tanzperformance der „bayreuther performance crew“.
eine kurzrezension von dr. pio piontek.

I

Tanz und Sprache – zwei Kunstformen, die sich wieder einmal vermählt haben.

Innig.

II

Innig, wild und orgiastisch gezügelt.

Man nennt’s kühn: Dancing spoken words.

III

Jung und Wladarsch, domptiert von Schwenk (der Schwenk): das musste etwas werden. Es wurde auch etwas: Tanz, Ekstase, Intellekt und kühle Güte. Tanz, wie wir ihn noch nicht zu sehen wagten. Ein Ausdruck – aber ach, ein Ausdruck nur – doch von was und vor allem: von WEM? Vom Dichter – dem Tanzdichter, dem Dichtertänzer.

Die Geburt einer Gattung – wir durften dabei sein. Hat jemand…?

IV

Ein Ausdruck ist eine Expression. Expressiert wurde hier, mit allen möglichen Kunstmitteln, in der Ecke eines sehr hohen Stockwerks des Porzellanikons (das, nb., für perforrmänzäs, wie’s neudeutsch lautet, dieser Art schon sehr, aber sehr gut geeignet ist).

V

Gut biblisch: Am Anfang / war das Wort / und das Wort war / Unterscheidung.

Gut gebrüllt, Dichter des getanzten Worts. Wo die Worte vermessen, können Schritte erweitern. Die Schritte gingen hierhin, dorthin, eine getanzte Begegnung in Durmoll. Die Jung und der tanzende Jungdichter (JA! Mit 45 ist man, lieber Leser, heut noch jung!) tanzten sich ihr Weltbild der Unterscheidung in den Saal. Schritt für Schritt / alles ist besprochen. Da hat der Rezensent zu schweigen. Und worüber man nicht sprechen kann – Du weisst schon, lieber Leser.

VI

Der zweite Teil: kürzer, konziser, rätselhafter. Gut so. Man muss nicht alles begreifen. Glutvoll feurige Worte helfen nichts gegen kalte Weiber, will uns das sagen. Aber der Dichter und Tänzer gibt nicht auf, gut so. Ich will es mit Eisblumen versuchen. Das alte, bittersüße Spiel: Anziehung und Abwehr. Jung und Wladarsch in ihrer besten, weil reinsten perforrmänz. Eins mit ihrem Tanz. Ist das noch KUNST?

Großer Beifall eines kleinen Publikums. Schämt Euch, Abwesende!

Dr. Piontek

die blogautorin, textfeldforscherin, wortografin, texteuse, objektivistin, stimmophonistin und oralphonetikerin petrina feiglovic dankt dem herrn dr. ganz herzlich für diesen beitrag.
anm. : achtung! die ganz wunderbaren wortschöpfungen sind urheberrechtlich mit der (ebenfalls wunderbaren) autorin verbunden.)

foto: p(o)etra feigl

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