53 stunden, 9 minuten

aus gegebenem anlass …

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53 stunden, 9 minuten.

 

bis zur mitte.

die presse fragt, ob sich das wetter sommerlich zeigen wird.

52 stunden. 14 minuten.

am nordpol bleibt es hell.

in münchen 16 stunden.

anderswo länger.

von hier nach wien sind es 5 tage und 11 stunden fussweg.

noch 52 stunden. 16 minuten.

regen. blitz. donner.

heä_äll? wooo biiist duuu?

51 stunden.  23 minuten.

telefonieren. ja.

aber nicht in der badewanne.

der blitz …, der blitz …

wahr? nicht sicher.

nicht sicher auch, das dass linksseitige liegen das herz abdrückt.

und somit zum tod, zum sofortigen, führt.

später.

es ist warm. unterm dach.

37 grad.

oder ist das schon heiß?

raus.

auf die straße.

durch die straßen. streunen. der mitte entgegen.

die graue katze führt einen grauen, großbäuchigen, grünangeleinten, spazieren.

die luft riecht nach schnitzel mit zitronensaft und schweiß.

49 stunden. 37 minuten.

das wetter passt. wird die presse vermerken.

die blonde auf der roten, im grün untergetauchten parkbank,

betrachtet summend den abschleckten, hölzernen eisstiel.

das wasser plätschert emotionslos. (–> haha … so’n scheiß …)

laut. dringen aus den autos die beats. von offnenfenstern stark begünstigt.

leise. surren die vorbeihuschenden fahrräder.

leise. surrt der rollstuhl. das schwarzweiße hündchen vornweg zeigt die zunge.

die zimmerpflanzen sommerfrischeln auf fensterbrettanien. (–> großartig, wirklich großartig!)

46 stunden. 13 minuten.

zurück. unterm dach.

ein (spät)nachmittägliches „vermiss dich“.

in arial. 10 punkt.

der boden, der nur so tut, als wäre er aus holz,

ist kühl. unter den füßen.

42 stunden. 49 minuten.

es gibt couscous. mit tomate.

die presse wird später berichten,

dass in der neuen woche die nation

von skandinavischen tiefdruckausläufern gestreift wird.  

und sich nur kurzzeitig schwacher zwischenhocheinfluss bemerkbar machen kann.

 

text & illustration: schwesta eff

 

 

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am wiesengrund 18b

gestern abend ging er wieder los.

der #frapalymo.

der zehnte nun schon.

hipp, hipp, hurra!

hier mein beitrag zu impuls nr. 1: „hoch, hoch, hoch“

am-wiesengrund-18b

am wiesengrund 18b

 

mia sitzt im apfelbaum.

wolken am himmel.

 

herr s. im fünften möchte doch nur seine ruh‘.

o. im stockwerk drüber liebt warme luft und angebrochene abende. auch ohne wurst.

 

s.& p. sagen: ja!

a. im siebten hat solche beziehungsangst.

 

im neunten sind  differenzen zwischen mensch & fauna auszumachen:

zwerghamster! narzistische & dekadente arschlöcher! … o what you gonna do today …

 

wiebke löst mit großräumiger, horizontaler, bodennaher luftmasse die wolken auf.

 

luftschlangen, konfetti, partyhütchen, kalter hund.

im parterre kämpft frau m. mit 57 kerzen. immer diese erwartungen.

im dritten herrscht stille begeisterung über den einzigartigen, unkontrollierbaren mikrokosmos im hinteren teil des kühlschranks.

nebendran sagt g. beim indenspiegelblick: shit! mir wächst ein schnurrbart!

drüber am telefon: … schöne filme sehn, wo die typen sooo toll sind. und dann traurig sein, weil der eigne nicht so ist …

davor. vorm haus. auf der straße. ecchaufiierung am goldnen s7: … dass die leute mit ihren rollköffern nicht auf ihren rollköffer achten, sondern an bahnhöfen einfach im weg stehn bleiben … und andreren leuten, also mir, einfach in die beine fahren! und, wer entschuldigt sich dafür!?

an einem andren telefon. im achten: … dass sich der dhl-zusteller entschuldigte, mich aus dem schlaf gerissen zu haben … und ich versuchte so gut wie möglich auszusehn … wie ers o da stand … ich in trainerhosen und feinripptop, ohne bh, die haare … ja die haare … ich mochte. den. total. sexy. gott. ahrrrggg! übrigens, es war 14.52 uhr, als er sich entschuldigte, mich geweckt zu haben …

mia sitzt noch immer im apfelbaum. wolkenloser himmel.

im elften hat herr müller sich entschieden, etwas gegen die krankheit zu unternehmen.

frau h. sieht ihn am fenster vorbeifliegen.

 

text & illustration: formsache-feigl

 

#frapalymo numero 8 – lazy sunday morning

heut bin ich aber nachtragend.

aber so was von …

sind wieder aller guten dinge 3.

ding 1 oder auch impuls nr. 8:

formsache-feigl_mister-joystick

lazy sunday morning

kusshämatome sind

temporäre zeichen überschwänglicher zuneigungsbekundungen.

sind

nicht für die ewigkeit gemacht.

fliegen

durch den wahald …

ist

ach gar so bitter kahalt …

:singt mister joystick.

während ich mich um den kaffee kümmere.

text & illustration: petra feigl

textaffine affichen – reihenstartung

pause ist nun schon fast (erschütternder weise) ein halbjährling …

doch jetzt soll’s wieder .sub-, sonstige, und weniger systematische erforschungen des weiten, breiten feldes der (text)feldforschung geben.

wieder nahrung ins maul/ausm maul des bloggophotus vulgaris.

PÄNG!: zu einer neuen reihenstartung!

textaffine affischen

(affichen – sprich: affischen; wie affe ohne e, mit einem f; und fischen, von fischefischen; sollte der affe jedoch zweieffig sein – ists nur ein ischen)

textaffine affische – erleuternde (hoffentlich auch erhellende) erklärung:

textteile, visuell aufbereitet.

(die textteile sind an- & zugehörige weiterer …)

der erste:

plakat schwarz/grün mit grünem lyrischen textauszug

beschreibung: grün/schwarzes plakat mit grünem (lyrischen) textauszug.

anmerkung: grün. das grün. = ein sehr intensives grün.

text + bild: petra feigl = frau f. aka p(o)etra

poetische anschaulichkeit(en) – ein meister(lich)klassizistischer abriss.

poetische anschaulichkeiten

„poetische anschaulichkeit(en)“.
eine zusammenfassung (der etwas anderen art) der meisterklasse lyrik 2014.
mit monika rinck.
12 anderen teilnehmenden lyrikern & -innen.
und mir.

text + illustration: petra feigl

die autorin hatte sammelnde, neu zusammenfügende &
ergänzende funktion innerhalb des (teilweise poetischen) textes und dankt den beteiligten lyriker_innen für worte, sätze & für mehr.